| 1336 | wird erstmalig ein "Festes Haus" bei "Plakau" (Platkow) genannt. Wahrscheinlich befand es sich am heutigen Standort des Schlosses. | ||
| 1353 | erste urkundliche Erwähnung Gusows, als Markgraf Ludwig der Römer den Frankfurter Brüdern v. Nymik das Dorf übereignete. | ||
| 1413 | sind die Brüder Hans und Lorenz Bayer Besitzer des Festen Hauses. | ||
| 1448 | verkaufte der Markgraf Friedrich den Adelssitz an den kurfürstlichen Rat Gebhardt v. Schapelow und seinen Bruder Gawy. In dieser Zeit ging das Feste Haus in ein Gutshaus auf. Durch den Dreißigjährigen Krieg zerfiel die Herrschaft. | ||
| 1648 | begann für 21.136 Taler der Erwerb der Besitzungen Gusow-Platkow durch den damaligen Oberst Derfflinger. Er ließ ein Herrenhaus errichten, von dessen Aussehen es keine Überlieferungen gibt. | ||
| 1695 | fiel die Standesherrschaft an einen Sohn Derfflingers, Friedrich Freiherr von Derfflinger. Änderungen am Herrenhaus sind nicht nachweisbar. Der Generalleutnant starb 1724 kinderlos. | ||
| 1724 | kaufte Heinrich Karl v. d. Marwitz für 130 000 Taler die beiden Dörfer aus der hinterlassenen Erbschaftsmasse. | ||
| 1745 | fiel das umfangreiche Erbe an seine Tochter Sophie Amalie, verheiratet mit Otto Christoph Graf v. Podewils. Nun entstand ein barockes Schloß sowie ein bemerkenswerter Garten im gleichen Stil. Beide erweiterten die Bibliothek sowie die Kunstsammlung mit Werken von Pesne, Rembrandt und Cranach beträchtlich. | ||
| 1781 | übernahm der Sohn, Friedrich Heinrich Graf v. Podewils, das elterliche Gut von 1 435 ha und führte eine Musterwirtschaft ein. Wahrscheinlich fällt die Umgestaltung des Parks in einen englischen Garten in seine Zeit. Graf Podewils starb 1804 kinderlos, damit fiel das Erbe an die sächsische Familie von Schönburg-Waldenburg. | ||
| 1804-1945 | blieben das Schloß und die Güter im Besitz derer von Schönburg-Waldenburg bzw. Schönburg-Hinterglauchau. Das Schloß war nun nicht mehr herrschaftlicher Wohnsitz, sondern Jagd-, Sommer- bzw. Witwensitz. | ||
| um 1830 | wurde das barocke Schloß im klassizistischen Stil überformt. Der Baumeister ist unbekannt. | ![]() |
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| 1847 | beauftragte Graf Heinrich v. Schönburg-Glauchau den Wriezener Landbaumeister Ferdinand Neubart mit der Untersuchung des Hochfürstlichen Schlosses in Gusow betreffs der baulichen Sicherheit. | ||
| 1870-1873 | wurde das Schloß letztmalig überformt. Die zweigeschossige, neogotische Anlage ist dem englischen Burgen- und Landhausstil nachempfunden. Nach dem Tod von Richard Clemens v. Schönburg-Hinterglauchau erfuhren Schloß und Park kaum noch finanzielle Zuwendung seitens der nachfolgenden Besitzer. | ![]() |
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| 1943 | wurde das Schloß das "erste Kriegsaltersheim im Kreis Lebus". Insgesamt 65 kranke und ältere Menschen, die aus den ausgebombten Städten kamen, erhielten hier ein vorläufiges Zuhause. | ||
| 1945 | zog in die Räume des Schlosses die Wehrmacht ein. Nachfolgend befanden sich hier: Lebensmittellager, Gefechtsstände für die 25. Panzergrenadierdivision und des Fallschirmjägerregiments-27. Danach zogen hier für einige Tage die Führungsstelle des 26. Gardeschützenkorps der Roten Armee sowie ein Lazarett ein. | ||
| 1948 | erhielt die hiesige Gemeinde das Schloß und den Park zur eigenen Nutzung. Über die vielfältigen Nutzungsvarianten informiert die dritte Tafel. | ||
| 1992 | verkaufte die Gemeinde das kulturhistorische Ensemble, das zu diesem Zeitpunkt einen "morbiden Charme" ausstrahlte, an einen Berliner Architekten. | ![]() |
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